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Wasserkraft für Strom aus Trinkwasser und Sagi-Antrieb
Etwa 30 Teilnehmer fanden
sich am Samstag 25. Oktober 2008 beim Bahnhof Muri ein,
um das Reservoir Bächlen und anschliessend die Wyssebacher
Sagi zu besuchen, was mit einem Fussmarsch von 4.5 km verbunden
war. Vom Kleinkind im Kinderwagen bis zum Energiepionier
Paul Hofer (82) war alles vertreten.
 Reservoir
Bächlen in Muri AG.
Strom aus Trinkwasser Im Reservoir
Bächlen wird seit einigen Jahren auch Strom produziert.
Peter Flick, Präsident der Solargenossenschaft Muri, erklärte
den interessierten Teilnehmern die Funktionsweise des integrierten
Trinkwasserkraftwerks, das auf seine Initiative hin geplant
und erstellt worden war. Das Trinkwasser, das aus einer
Hochzone zum Reservoir fliesst, wird seither auf eine Pelton-Turbine
geleitet. Die Zulaufleitung hat ein Gefälle von 110 m. Das
ergibt einen Druck von 11 bar, der zur Stromerzeugung genutzt
werden kann, bevor das Wasser ins Reservoir gelangt. Bei
einem Durchfluss von 260 l/min. und mit einer Leistung von
3.3 kW werden in etwa 6‘000 Vollbetriebsstunden 16 – 23
MWh Strom pro Jahr produziert. Damit können 5-6 Haushalte
versorgt werden.
 Peter
Flick erklärt das Trinkwasser-Kraftwerk.
Wyssebacher Sagi Der
1380 erstmals erwähnten Wyssebacher Mühle war schon sehr
früh auch eine Säge angeschlossen. Die Mühle war bis etwa
1920 in Betrieb. 1930 wurde das baufällige Wasserrad durch
eine Turbine ersetzt. Die Gebäude und Einrichtungen waren
immer mehr baufällig geworden, so dass auch die Säge um
1990 stillgelegt wurde. 1996 wurde der Verein Wyssebacher
Sagi gegründet, der die Restaurierung der Sagi zwischen
1997-2003 vornahm und heute Sägereiaufträge entgegennimmt
sowie Sagi-Vorführungen für Gruppen anbietet.
 Wasserrad
mit 48 Schaufeln aus Lärchenholz: Durchmesser Ø 5.5 m, 1
m breit.
Die Einblatt-Gattersäge
wird seit der Restaurierung wieder durch ein Wasserrad mit
5.5 m Durchmesser angetrieben. Die altertümliche Mechanik
mit Riemen und Holz- Zahnrädern ist sehr eindrücklich, besonders
natürlich nach Inbetriebnahme.
Francis Turbine Die
ebenfalls restaurierte 80-jährige Francis-Turbine verfügt
über eine separate Druckleitung mit 8.8 m Gefälle ab dem
Sagiweiher und hat eine Leistung von 4.6 kW bei einem Durchfluss
von 54 l/s. Per Riemenantrieb kann damit ein Schleifstein
oder eine Wagen-Fräse betrieben werden.
 Francis-Turbine
Für weitere Informationen zur
Wyssebacher Sagi: www.wyssebachersagi.ch
Diesen interessanten SSES-Ausflug
inklusive feinem Zmittag mit Grilliertem zum Abschluss hatten
Walter und Annemarie Haus organisiert. Merci!
Text und Fotos: Walter
Haus, Peter Warthmann, P. Müri
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