Pressemitteilung SolarinitiativeNovember 2003

SSES unterstützt Solarinitiative

Die Schweizerische Vereinigung für Sonnenenergie SSES Regionalgruppe beider Basel unterstützt als Non-Profit-Organisation die Baselbieter Solarinitiative, wie sie in ihrem aktuellem Mitgliederrundbrief schreibt. Solarstromanlagen werden gebaut, wenn sich die Investition für den Investor lohnt. Nicht der Staat soll den Solarstrom fördern, sondern wir als Stromkonsumenten. Damit helfen wir mit, unsere Stromversorgung umweltfreundlicher zu machen.

Die Baselbieter Solarinitiative setzt Rahmenbedingungen, die wirtschaftlich angemessen und energie- und umweltpolitisch zielorientiert sind. Im Zentrum der Initiative steht die kostendeckende Vergütung von Solarstrom durch die Elektrizitätswerke. Die Mehrkosten der Elektrizitätswerke werden auf den Strompreis aller Stromkunden umgelegt. Die maximale Mehrbelastung wird beschränkt und beträgt 1.50 Fr. pro Monat für einen durchschnittlichen Haushalt. Damit können in den nächsten Jahren Solarstromanlagen gebaut werden, welche den Strom für 2200 Baselbieter Haushalte umweltfreundlich und nachhaltig produzieren. Die Regionalgruppe Basel der SSES unterstützt die Solarenergieanwendung vor allem durch Informationsarbeit. Mit der Schaffung dieser gesetzlichen Grundlage wird die Solarenergienutzug in der konkreten Realisierung von Anlagen markant gesteigert.

Das Parlament des ehemaligen Pionierkantons Baselland will die Marktkräfte spielen lassen und hat zusätzlich einen Gegenvorschlag ausgearbeitet. Der Gegenvorschlag dehnt die kostendeckende Vergütung auf alle erneuerbaren Energieträger aus, aber nur auf die Menge, welche Idealisten bezahlen wollen. Damit wird der Status Quo als Gesetz niedergeschrieben. Lassen sich genügend Idealisten finden, kann eine Anlage gebaut werden. Das Investitionsrisiko wird dann durch eine staatliche Kostengarantie für die Nutzungsdauer der Anlage gewährt. Gegenüber heute wird damit das Investitionsrisiko für den Anlagenerbauer vermindert, jedoch kann die Kostengarantie nur durch Steuergelder finanziert werden. Zielvorgaben sind keine formuliert, daher geht der Gegenvorschlag nur geringfügig über den heutigen Zustand hinaus. Ein markantes Wachstum im Bereich Solarstrom wird der Gegenvorschlag kaum bewirken. Der SSES Regionalgruppe ist nicht bekannt, dass ein ähnliches Modell bereits erfolgreich umgesetzt wurde.

Der Vorstand der Regionalgruppe beider Basel der Schweizersichen Vereinigung für Sonnenenergie empfiehlt deshalb den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern ein doppeltes JA für die Solariniative und den Gegenvorschlag und bei der Stichfrage das Kreuz bei der Solarinitiative.

Kontakt: Andreas Appenzeller

Vorstandsmitglied der SSES Regionalgruppe beider Basel

phone: 079-200 93 28, e-mail: auas@datacomm.ch

Updated 2014-IV © SSES Regionalgruppe beider Basel