![]() |
|
Das Quellwasserkraftwerk Stollen |
||
![]() |
||||
Wasser das die Bäche vom Pilatus herbringen hat für Luzern schon immer eine wichtige Rolle gespielt. Vor der GV 2006 besichtigte eine kleine Gruppe das Quellwasserkraftwerk Stollen. |
||||
|
||||||||||||||||||
Was ist ein Trinkwasserkraftwerk? Beim Trinkwasserkraftwerk Stollen so benannt nach dem Gebeit zwischen Schürhof und Renggbach in Kriens-Obernau - treibt nicht Flusswasser die Turbine an, sondern Wasser aus Quellen im Eigenthal (am Fusse des Pilatus) und Entlebuch, welches für die Trinkwasserversorgung der Stadt Luzern bestimmt ist. Dabei wird die durch den Höhenunterschied im Quellwasser gespeicherte Energie in der Trubine nutzbar gemacht und im Generator in elektrische Energie umgewandelt. |
||
![]() |
![]() |
|||
Quellwasser fliesst "alleine" nach Luzern Die Trinkwasserversorgung der Stadt Luzern ist über 250 Jahre alt. Vor 1875 bezogen die Bewohnerinnen und Bewohner ihr Trinkwasser aus privaten und öffentlichen Brunnen in der Stadt. Um die Qualität und Menge des Trinkwassers zu erhöhen und so Krankheiten zu bannen, die Hygiene allgemein in der Stadt zu verbessern sowie den ausländischen Gästen in Luzern, die schon damals eine Touristenstadt war, den nötigen Komfort zu bieten, erwarb die Stadt anfangs der 70er Jahre des 19. Jahrhunders Quellen im Eigenthal und Entlebuch. Mittels einer Leitung, die das vorhandene Gefälle so optimal ausnutzt, dass das Quellwasser "von alleine" in die Stadt fliesst, konnte da neue Trinkwasser in die Häuser verteilt und dort ab den Hohnen verwendet werden. Später kam Grundwasser aus Littau und Seewasser aus dem Vierwalstättersee hinzu. heute stammt rund ein Drittel des Luzerner Triunkwassers aus Quellwasser aus dem Pilatusgebiet. |
||
Strom als "Abfallprodukt" der Trinkwasserversorgung Die Quellen im Eigenthal und Entlebuchg befinden sich auf einer Höhe von über 1000 m.ü.M. Das Wasser wird in einer total 28 Kilometer langen, zum grössten Teil drucklosen Leitung bei geringem Gefälle zum Reservoir Sonnenberg (580 m.ü.M.) transportiert. Einzig vor dem Renggbach in Kriens-Obernau schiesst das Wasser über eine Geländekante mit einem Höhenunterschied von rund 300 Meter. Das daraus resultierende Energiepotenzial wird nun nicht mehr in Druckbrecherschächten abgebaut, sondern in der Zentrale Stollen in wertvolle elektrische Energie umgewandelt. Die Maschinengruppe erzeugt pro Jahr rund 3 Millionen Kilowattstunden Strom. Dies entspricht dem jährlichen Stromverbrauch von rund 1000 Haushalten in der Stadt Luzern oder jener Strommenge, die gebraucht wird, um das Grund- und Seewasser ins Leitungsnetz zu pumpen. Die Trinkwasserversorgung produziert damit den Strom selbst, den Sie benötigt. Er wird im Generator mit einer Spannung von 420 Volt erzeugt, auf 10'000 Volt hochtransformiert und ins Mittelspannungsnetz von Energie Wasser Luzern ewl eingespeist. |
||
Trinkwasser hat Priorität Trinkwasser ist kostbar - deswegen wird das Trinkwasser-Kraftwerk Stollen so betrieben, dass weder Qualität noch die verfügbare Menge des Quellwassers darunter leiden. Die Stromproduktion richtet sich nach dem vorhandenen Quellwasser für die Trinkwasserversorgung. Die Materialien für die knapp 2 Kilometer lange Druckleitung und die Turbinde aus rostfreiem Stahl sind so ausgewählt, dass sie das Trinkwasser nicht durch Partikel verunreinigen. Auch darf unter keinen Umständen Maschinenfett ins Wasser gelangen. Alle Anlagenteile, mit denen das Trinkwasser in Berührung kommt, genügen den Bestimmungen der eidgenössischen Lebensmittelverordnung und des Schweizerischen Verbandes des Gas- und Wasserfachs. |
||
Mehr Informationen |
||